Ein Mangel an Vitamin K ist selten, da unser Körper große Mengen speichern kann. Das Vitamin kann

 

zum Beispiel von unseren Darmbakterien gebildet werden. Die Frage ist allerdings, ob diese Eigenproduktion hauptsächlich für die Versorgung verantwortlich ist, denn der Bedarf an der fettlöslichen Substanz ist zu wenig erforscht. Vitamin K wird in der Leber gespeichert. Bei chronischen Lebererkrankungen kann es zu einem Mangel kommen. Medikamente, die die Blutgerinnung beeinträchtigen, und eine gestörte Fettaufnahme können zu einem Mangel führen. Häufig ist die Darmflora geschädigt, was die Aufnahme von Vitamin K im Dickdarm beeinträchtigt. Störungen der Blutgerinnung, die zu Blutungen führen, sind Anzeichen für einen Mangel. Auch das Risiko für Knochenbrüche kann durch eine verminderte Aufnahme von Vitamin K erhöht sein, wie Untersuchungen gezeigt haben. Bei Säuglingen kann ein Mangel an Vitamin K zu lebensbedrohlichen Hirnblutungen führen. Deshalb wird Neugeborenen nach der Geburt vorsorglich Vitamin K gespritzt, da ihre Darmbakterien diesen Nährstoff nicht selbst herstellen können. Auch die Zufuhr über die Muttermilch reicht nicht aus.